Liebe Besucher,

vor einiger Zeit war ich in einem Münchner Nobelrestaurant beim Feiern. Wir waren drei Pärchen und da es sich um einen wunderbaren Anlass handelte, wollten wir an nichts sparen. Der Aperitif löst die Stimmung. Die Vorspeise ist deliziös. Dann der 1. Hauptgang:

Fisch im Bananenblatt. Ich öffne das Bananenblatt, führe das erste Stückchen Fisch zum Mund … und erwische gerade noch rechtzeitig meine Serviette, bevor ich den Fisch über den ganzen Tisch ausspucke: Absolut ungenießbar. Meine Freundin hat ebenfalls den Fisch. Bei ihr ist alles in Ordnung. Ich bitte den Kellner an meinen Platz: „Es tut mir leid, der Fisch ist nicht essbar.“ Er: „Das gibt es nicht, da hat sich heute noch keiner beschwert.“ Ich: „Das mag so sein, doch ich kann ihn trotzdem nicht essen.“ Er nimmt den Teller und geht damit in die Küche. Nach 2 Minuten kommt er zurück und meint: „Der Koch hat ihn probiert. Er ist in Ordnung.“ und stellt meinen Teller, von dem der Koch probiert hat, wieder an meinen Platz!?
Unsere kleine Gesellschaft war baff und wortlos. Von da an hatte der Abend ein "Geschmäckle", was darin gipfelte, dass am Ende auch noch die Rechnung falsch war.
Am nächsten Morgen schrieb ich ein E-Mail an die Geschäftführung und klagte mein Leid. Bis heute habe ich keine Antwort bekommen.
Doch die Geschichte ist für mich immer ein gutes Beispiel in meinen Reklamationstrainings, wie man es nicht macht. Natürlich mit Details zur Identität des Lokals. Schlechte Erlebnisse mit einem Lieferanten werden bis zu 10-mal durchschnittlich weitererzählt! Ich habe es bestimmt schon einigen hundert Menschen erzählt.

Genussvolle Tage wünscht Ihnen

Gaby S. Graupner

 

 

 



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